56. Modellbahnausstellung zur Adventszeit-waagerecht 1

50 Jahre Modelleisenbahn in der AG bzw. im Verein „Friedrich List“ - Teil 1

Ein Modelleisenbahner blickt zurück: Nichts ist langweiliger als lang ausholende Reden, endlose Statistiken und mühevoll vorbereitete Referate! Also fange ich nicht an, mit den Worten „Es war einmal“.

In einem Beitrag der „Fachzeitschrift für den Modelleisenbahnbau und alle Freunde der Eisenbahn“ las ich in der Ausgabe Mai 1962 (11. Jahrgang);
daß sich am 7. April 1962 alle Leiter von etwa 50 Modelleisenbahnarbeitsgemeinschaften und die Leiter der Pioniereisenbahnen der DDR hier in Leipzig trafen, um hier den DMV, also den Deutschen Modelleisenbahnverband, zu gründen.
Das fand im großen Kultursaal des Leipziger Hauptbahnhofes statt!


Wie bemerkenswert!!
Den DMV kann man auch heute nicht „googlen“, das hat noch keiner eingestellt bei Wikipedia. Eine echte Wissenslücke.
Sicher auch dadurch, weil die Modelleisenbahner der DDR in dieser politisch bedeutsamen Zeit auch bereit waren, gemeinsam Verantwortung zu übernehmen.

[Anmerkung Redaktion:
Wikipedia 07.10.2012 Suchergebnis "Deutscher Modelleisenbahn Verband" - Der Artikel „Deutscher Modelleisenbahn Verband“ existiert in der deutschsprachigen Wikipedia nicht.

Unter der Abkürzung DMV findet man z.B.:
Daten- und Medienverlag
Deutsche Mathematiker Vereinigung
Deutscher Motorsport Verband
Deutscher Metallarbeiter Verband
usw.]

Verantwortung in gesellschaftlicher Tätigkeit, so nannte man damals die sinnvolle Beschäftigung mit den kleinen Bahnen. Kurzum, die Beschäftigung mit der Modelleisenbahn bzw. Pioniereisenbahn wurde von vielen Seiten gefördert und tatkräftig unterstützt. War doch der Minister für Verkehrswesen, Nationalpreisträger, Diplom-Ing. Erwin Kramer bereit sich als Präsident im DMV aufstellen zu lassen.

Zur Gründung unseres Vereins war ich gerade mal 6 Jahre alt und kam damals zur Schule. Mit der Modellbahn hatte ich mich schon beschäftigt, wie und warum konntet Ihr auf unserer MEV Seite im Internet nachlesen.

Später, im August 1977, wurde ich an das Vereinsleben heran geführt. Das geschah im BW West, noch unter militärisch korrekter Beobachtung in einem funktionierenden Bahnbetriebswerk mit An – und Abmeldung am Eingang. Schlüsselempfangsberechtigt wurde ich erst 3 Jahre später.

Die AG „Friedrich List“ war damals für mich unüberschaubar. Hundertschaften, ja unzählige Arbeitsgruppen bauten und bastelten in ganz besonderen Gebäuden, kleinen Läden, Dachkammern, Waggons, Güterschuppen und auf dem Hauptbahnhof. Es war spannend.
Den ersten großen Höhepunkt erlebte ich während der großen Modellbahnausstellung im Messehaus am Markt.
Furchtbar viele Gruppen bauten dort Anlagen, Vitrinen, Module auf, ja sogar Straßenbahn Bauteile wurden von der AG historische Straßenbahn, damals noch im Straßenbahnhof Leutzsch beheimatet, auf. Es war eine richtig große Messe. Der Besucheransturm war sagenhaft. Den kannte ich aber schon aus den Jahren zuvor, als ich noch unten auf der Treppe stand und mit froher Erwartung auf baldigen Einlass hoffte.

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Wie es weiter ging und geht, erfahren alle Interessenten im 2.Teil der Kolumne. Dies wird in kürze Erscheinen. Wir hoffen das Interesse geweckt zu haben.

Ihr MEV "Friedrich List" Leipzig e.V.