Der Mensch mit seinem Hobby in der Modellbahngruppe

Kein „spurgeführter“ Nietenzähler! Kein Fanatiker.

Eine kurze Erläuterung zum Hobby Modellbahn:
Wer ein Hobby oder ein Steckenpferd hat, der hat seine Lieblingsbeschäftigung gefunden. Dieser geht er im Gegensatz zu seiner Arbeit nicht aus Notwendigkeit, sondern freiwillig mit großem Interesse, mit Faszination und Leidenschaft nach.
Diese Tätigkeit bringt Vergnügen, Spaß und eine Menge Lustgewinn mit sich.
Trotzdem hat der Begriff „Hobby“ eine deutliche Nähe zum Begriff "Spielen". Dieser Begriff ärgert wiederum den echten Modelleisenbahner, da er nicht mit der Modellbahn spielt, sondern Bahnbetrieb durchführt. Der eine mehr, der andere weniger gewissenhaft. Was an Unfällen und Zusammenstößen auf der Anlage immer recht gut zu erkennen ist. Dann gibt es noch die besondere Vorliebe. Diese kann für eine besondere Epoche, besondere Bahnen, Strecken, Landschaften usw. eine sehr große Rolle spielen. Diese speziellen Sachen als Hobby zu betreiben, hat in gesteigerter Form auch Charakter. Ein Modelleisenbahner ist immer ein besonderer Fan, wobei es sich um eine besondere Art der Verehrung handelt.


So lange das gesteigerte Interesse zur Modellbahn nicht in Sucht umschlägt, hat dieses Hobby oft entspannende und sogar nützliche (oft auch therapeutische) Nebenwirkungen. Das Hobby wirkt positiv auf die Gesundheit und hilft Stress abzubauen. Anstehende Probleme werden in der Gruppe gelöst, oder es werden Wege zur Lösung aufgezeigt. Die Freunde ernten Komplimente und Anerkennung bei ihrer Tätigkeit, oder bei etwas „Geschaffenen“ wo man nicht versucht es herunter zu spielen. So werden die „Akkus wieder aufgeladen“ und mit neuen Kraftreserven geht es nach dem Treffen wieder nach Hause, zur Familie oder auf Arbeit.
Die meisten Modellbahner sind fit und froh!
Sie können nicht glauben, dass die Wirtschaftskrise überstanden sein soll. Auch in diesem Jahr gibt es sicherlich noch so manchen finanziellen Verlust zu verschmerzen. Und doch: Allgemein denken wir positiv und sind im Aufwind. Die Konjunktur könnte in den nächsten Jahren, allen Unkenrufen zum Trotz, einen Aufschwung erleben und den Modellbahnern ihr Wohlgefühl und den Glauben an die Menschheit zurückgeben.
Bis alle Schäfchen im Trockenen sind, kann es allerdings noch etliche Monate dauern. Ohne Fleiß eben kein Preis. Positiv registriert der Modellbahnfreund das Aufleben einzelner Museumsstrecken und Bahnen in der Region. Voller Hochachtung besucht er diese Orte öfter als andere. Der Kenner weiß, dass bei einer Museumsbahn so viele Freunde im Hintergrund arbeiten müssen, bevor sich für den Besucher etwas in Gang setzen kann. Toll, dass es so etwas heute gibt! Da wird auch nicht über den Fahrpreis gemeckert.



Thema Fachwissen:
Es gibt durchaus Modellbahner, die auf ihrem jeweiligen Fachgebiet Wissen und Fähigkeiten erwerben, in denen sie professionellen Fachleuten in nichts nachstehen und auch einen entsprechenden Ruf genießen.
Fachliteratur ist durchaus immer zur Hand. Gute Fotobände aus „der guten alten Zeit“ sind jedoch auch eine tolle Bereicherung für das Hobby. Wird dadurch immer wieder an alte Strecken, Fahrzeuge und besondere Regionen gedacht und den jüngeren Freunden diese besondere Zeit der Eisenbahn verständlicher gemacht.

Aus der „Feder“ von Thomas M.
Leipzig, am 8. März 2011