Kolumne

Gedanken zum Jahresanfang 2011

Das Arbeiten in einem Verein ist zu vergleichen mit der „Arbeit“ in einer guten Ehe. Gute Vorsätze, Planung für den gemeinsamen Urlaub, besondere Anschaffungen und immer die Hoffnung, dass man alles unter einen Hut bekommt. Das Private und das Hobby! Keiner darf zu kurz kommen.

Als „Mitorganisierer“ im Modellbahnverein gibt es da knifflige Gedanken,wie z.B. das Bezahlen der Räume übers ganze Jahr, wo gehen wir mit welcher Anlage auf Ausstellungen, wird auch 2011 die dreiwöchige Modellbahnausstellung des MEV “Friedrich List“ durchgeführt und hoffentlich planen alle eine Woche Urlaub dafür ein, sonst ist das alles nicht zu „stemmen“. Es sind schon viele Gedanken wo man sich zu Jahresbeginn einmal zusammen setzen sollte und über alle notwendigen „Befindlichkeiten“ offen reden sollte. Alle Modellbahnfreunde sollten bei diesen Gesprächen anwesend sein, das ist der Grundstein für das neue Jahr und für die Zukunft. Die Motivation und Zielorientierung bildet die Grundlage für den neuen Arbeitsplan. Zuerst wird mal der „Sachstand“ aufgenommen. Was ist beim letzten Transport schief gegangen. Alle Schäden an der Anlage auflisten. Bei den Fahrzeugen sieht es diesmal nicht so problematisch aus. Bloß gut!
Die letzten Beteiligungen an Ausstellungen des letzten Jahres werden besprochen und über Fehler diskutiert.


Was bringt 2011? Wo gehen wir hin? Die ersten Würfel sind gefallen. Die Freunde wollen nach Berlin. Erst im Oktober. Aber jeder Freund muss das jetzt wissen, damit später keiner den Schwanz einzieht und nicht kann. Das alles ist auch noch mit dem Vorstand zu besprechen. Das organisatorische sieht keiner, das hat auch nicht viel mit Modellbahn zu tun. Ist aber eine Unmenge Arbeit und das Wichtigste überhaupt damit man etwas „auf die Schiene stellen kann“! Das alles können Zuschauer nicht sehen.
Reden wir lieber vom richtigen Hobby. Das ist wiederum Herzenssache und wir gehen in unserer richtigen Bastelarbeit richtig darin auf. Die Leute, die dieses Hobby betreiben, sind auch immer glückliche Leute! Nicht jeder Bastler gewährt Anderen einen Blick in sein Modellbahnheiligtum. Viele bauen im stillen Kämmerlein vor sich hin. Im Verein sieht das anders aus – wir teilen unser Glück auf Ausstellungen und genießen es, wenn die Zuschauer nicht nur betrachten sondern richtig berührt sind – von unserer Arbeit an der kleinen Bahn. Also tüfteln wir weiter damit jedes Jahr auch Neues entsteht. Haben ein paar Freunde doch in der Vorweihnachtszeit eine kleine Heimanlage angefangen in der Nenngröße H0e. Schon als der erste Zug mit der IV K an der Spitze in gewünschter Modellgeschwindigkeit (also sehr langsam) über die Brücken fuhr, war das die Belohnung für den ganzen Staub und Dreck beim zu sägen aller Leisten und Brettchen für den Anlagenrahmen. Bilden wir uns doch ein, dass wir mutig im ersten Wagen sitzen und langsam die neue Strecke abfahren! Ein Genuss!


Ein bisschen verrückt sollte man schon sein, es macht die ganze Sache viel einfacher.
Das wir in unserem Verein auch zwischen den Nenngrößen wandeln können, macht das Vereinsleben hoch interessant. Einer meint: „Wenn ihr mal eine richtige Modellbahn sehen wollt, dann kommt zur Spur 1 Anlage“. Ist alles Geschmacksache.
In froher Erwartung dessen, was das Jahr so bringen wird, gehen wir ran ans Werk. Auch 2011 werden wir uns bemühen, tolle Ideen in die Tat umzusetzen und die Zuschauer mit vielen Details bei den Ausstellungen in Erstaunen zu versetzen.
Allen ein frohes und gutes Jahr 2011.

Ihre Leipziger Modellbahnfreunde des MEV „Friedrich List“